Regenerative Energien, die oft auch als alternative oder erneuerbare Energien bezeichnet werden, umfassen alle Formen der Energie, deren Quellen sich ständig auf natürlichem Wege erneuern und somit dem Menschen kontinuierlich zur Verfügung stehen. Sie sind dadurch unerschöpflich und der Mensch kann in hohem Maße davon Gebrauch machen. Ein wichtiger Punkt ist, dass diese Erneuerung der Quellen in menschlichen Zeiträumen stattfindet.
Zu diesen erneuerbaren Quellen gehören Wind, Wasser, Biomasse und natürlich die Sonne, auf deren Strahlung auch alle regenerativen Energien zurückgehen. Die Erdwärme zählt nicht wirklich zu den erneuerbaren Energieformen, doch sie wird mit diesen, auf Grund ihrer ähnlichen Eigenschaften, gleichgestellt.
Formen der regenerativen Energien ist die Wind-, Wasserkraft, Energie aus nachwachsenden Rohstoffen (die Bioenergie) und die Solarenergie. Letztere Energieform kann sowohl zur Produktion von Wärme (Solarthermie), als auch für die Erzeugung von Strom (Photovoltaik) genutzt werden. Aus Biomasse, wie zum Beispiel Raps, kann durch Verbrennung und Vergasung Energie gewonnen werden. Der Hauptanteil regenerativer Energie wird jedoch mit Hilfe von Wasserkraft erzeugt.
Von den regenerativen Energien sind die fossilen und atomaren Energieträger zu unterscheiden. Ein wichtiger Gegensatz erneuerbarer Energieträger zu den fossilen Energieträgern stellt die Verfügbarkeit dar: regenerative Energien stehen in hohem Maße und im Prinzip für einen unbegrenzten Zeitraum zur Verfügung, während fossile Energieträger bald erschöpft sein werden, da sie sich durch ständige Entnahme stetig verringern.
Aber auch regenerative Energien bringen einige Nachteile mit sich: da sie meistens auf die Sonnenenergie zurückzuführen sind, hängen sie dementsprechend auch von der Sonne ab. Das bedeutet, dass vor allem die Solarenergie vom Sonnenstand bestimmt wird. So kann in der Nacht nur auf gespeicherte Solarenergie zurückgegriffen und keine neue erzeugt werden. Besonders im Winter kann es zu Versorgungsproblemen kommen. Daher ist Solarenergie relativ unbeständig. Ein weiteres Problem regenerativer Energien ist ein ästhetischer Aspekt: Viele Menschen empfinden Windparks, also Windenergieanlagen, und Sonnenkollektoren als störend. Außerdem liefern regenerative Energiequellen im Vergleich zu anderen Quellen weniger Energie.
Doch die Vorteile wiegen die Nachteile alternativer Energien bei weitem auf: Sie sind umweltfreundlich, da sie kohlendioxidneutral sind, d.h. regenerative Energien emittieren kein Kohlendioxid bzw. nur so viel, wie die Pflanzen beim Wachstum aufgenommen haben. Der Treibhauseffekt wird somit verringert.